UNICEF weltweit
UNICEF setzt sich auf der ganzen Welt für das Wohlbefinden der Kinder ein Geschichte.
Entstehungsgeschichte
1946 : UNICEF wird im Dezember von den Vereinten Nationen (UNO) ins Leben gerufen, um in erster Linie Nothilfe für die europäischen Kinder leisten zu können, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges von Krankheit und Hunger bedroht sind.
1950 : Das Mandat von UNICEF wird ausgeweitet und schlieβt nun auch die Kinder in den Entwicklungsländern ein.
1953 : UNICEF wird eine dauerhafte UN-Einrichtung und dementsprechend wird das Mandat auf unbegrenzte Dauer erneuert.
1959 : Die UN-Generalversammlung verabschiedet die „Erklärung der Kinderrechte”, die auf 3 Säulen ausgerichtet ist : Recht des Kindes auf Bildung, auf Gesundheitspflege und eine ausreichende sowie ausgewogene Ernährung.
1961 : UNICEF baut seine Aktivitäten weiter aus, die sich bislang vor allem an der Gesundheit der Kinder orientiert hatten. Der Bildungssektor gewinnt an Bedeutung und zwar dabei konkret die Ausbildung von Lehrkräften und die Versorgung mit Schulmaterialen in afrikanischen Ländern, die zuvor ihre Unabhängigkeit erlangt haben.
1965 : UNICEF erhält den Friedensnobelpreis für seine Verdienste für „die Förderung der Brüderlichkeit unter den Nationen“.
1989 : Die UN-Generalversammlung verabschiedet die Kinderrechtskonvention, die im September 1990 in Kraft tritt und bis zum heutigen Tag die am meisten akzeptierte Menschenrechtsvereinbarung ist.
1990 : Der erste UN-Welt-Kindergipfel aller Zeiten findet in New York statt. Die Teilnehmer stellen grundsätzliche Zielsetzungen bezüglich Gesundheit, Ernährung und Bildung auf.
2002 : Eine den Kindern weltweit gewidmete UN-Sondersitzung findet in New York statt.Sie belebt erneut die zahlreichen Initiativen zugunsten aller Kinder und benennt notwendige Etappenziele hin zu einer „würdigen Welt der Kinder“. Es ist das erste Mal überhaupt, dass sich eine Sondersitzung ausschlieβlich mit Kindern und deren Rechten befasst und Kinder sogar als offizielle Abgeordnete selbst daran teilnehmen dürfen.
2006 : Das UN-Kinderhilfswerk feiert seinen 60-jährigen Geburtstag im Dienste der Kinder auf der ganzen Welt.
Auftrag
UNICEF ist von der UN-Vollversammlung damit beauftragt worden, die Rechte der Kinder zu verteidigen und dabei zu helfen, deren grundlegende Bedürfnisse zu erfüllen und ihre volle Selbstverwirklichung zu ermöglichen.
UNICEF greift ohne Unterscheidung nach Ethnie, Geschlecht, Religion oder Nationalität ein. Die Organisation handelt völlig unabhängig und allein auf Basis der Kinderrechtskonvention. Sie arbeitet mit Regierungen zusammen, mit anderen UN-Institutionen sowie mit zahlreichen anderen – lokalen und internationalen – Nichtregierungsorganisationen.
UNICEF hat fünf zentrale Einsatzgebiete festgelegt, um die gesteckten Ziele erreichen zu können: Frühe Kindheit, Gesundheit, Bildung, Schutz und Plädoyer.
Organisation
Zur Zeit ist UNICEF in mehr als 150 Ländern präsent und beschäftigt mehr als 10.000 Menschen, die überwiegend direkt in den Hilfsregionen eingesetzt sind. Die Führungsebene und die Verwaltung von UNICEF-International befinden sich in New York, wo die Grundlinien der weltweiten Politik zugunsten der Kinder ausgearbeitet werden.
Am 30. April 2010 hat Anthony Lake die Nachfolge von Ann Veneman als Generaldirektor angetreten. Er ist damit die sechste Person an der Spitze der Organisation in deren 60jähriger Geschichte.
Die in den Entwicklungsländern befindlichen Büros arbeiten somit direkt vor Ort, auf Grundlage eines jeweils spezifischen Kooperationsprogramms mit den lokalen Verantwortlichen.
UNICEF unterhält sieben sogenannte „Regionalbüros”, die unter anderem für die Koordination der Arbeit der einzelnen Länderbüros zuständig sind und die technische Infrastruktur nach deren jeweiligen Bedürfnissen sicherstellen.
Das wissenschaftliche Institut « Innocenti » ist das Forschungsinstrument von UNICEF für alle relevanten Gebiete und Fragestellungen rund um das Thema Kinder/Kindheit.
UNICEF betreibt ein zentrales Warenlager in Kopenhagen, in dem alle für die Bedürfnisse von Kindern notwendigen Güter vorrätig sind. Dieses Lager ermöglicht es insbesondere bei Notfällen, unverzüglich eingreifen und Hilfsgüter verschicken zu können wie etwa Erste-Hilfe-Koffer, “Schulen-in-der-Kiste” oder Impfstoffe.
Schlieβlich gibt es die 36 nationalen Komittees, zu denen auch das luxemburgische zählt. In den Industrieländern kommt die Bevölkerung im allgemeinen durch die Vermittlerrolle der Komittees in Kontakt mit den Aktivitäten des UN-Kinderhilfswerkes. Ihr Auftrag ist es, für die Kinderrechte zu kämpfen, die Bevölkerung für die Probleme der Kinder in den Entwicklungsländern zu sensibilisieren, über die UNICEF-Hilfsmaβnahmen zu informieren und Spenden zur Finanzierung dieser Projekte zu sammeln. Die nationalen Komittees sammeln ein Drittel der gesamten UNICEF-Mittel – dank der Spendenbereitschaft privater Gruppen und jener von ungefähr 6 Millionen Einzelspendern. Die verbleibenden zwei Drittel stammen aus Regierungsgeldern, wobei zu bemerken ist, dass die Finanzierung von UNICEF ausschlieβlich aus freiwilligen Beiträgen besteht.
Ein Verwaltungsrat, bestehend aus 36 Vertretern der jeweiligen Regierungen, überwacht die Aktivitäten von UNICEF. Auf dieser Ebene wird über die Politik von UNICEF entschieden. Der Aufsichtsrat berät ebenfalls über die Haushaltsetats und genehmigt Hilfsprogramme. Die Mitglieder des UNICEF-Verwaltungsrats werden vom UN-Sozial- und Wirtschaftsrat für eine Wahlperiode von drei Jahren gewählt.


